|
Volkswirtschaftslehre -
Geldwesen
|
- Währungsverbund von Frankreich, Belgien, Schweiz, Italien und Griechenland
- Währung war gold- und silbergedeckt (Bimetallstandard)
->Münzen konnten bei der Notenbank gegen Gold und Silber eingetauscht werden - Bedingung war ein fixer Wechselkurs von Gold und Silber und zwischen den einzelnen Währungen, da Italien und Griechenland ihre eigenen Währungen beibehalten haben
- Ankerwährung war der franz. Gold- und Silberfranc
- Gründe für den Zusammenbruch:
- Politische Uneinigkeiten / Differenzen (1. Weltkrieg)
- Mehr Gold- als Silberfunde in den USA ändern das Tauschverhältnis von Gold in Silber und damit den Deckungsstandard
- Italien und Griechenland haben verstärkt Papiergeld drucken lassen ->Inflation ->die anderen Länder haben das Papiergeld nicht mehr angenommen
- Es gab damals 5 Notenbanken, ohne das feste Ziel der Währungsstabilität
- Dänemark, Norwegen und Schweden im Währungssystem
- Alle Währungen wurden beibehalten, allerdings zu festen Wechselkursen
- Alle 3 Währungen wurden in allen 3 Ländern als Zahlungsmittel anerkannt
- Reiner Goldstandard, d.h. durch Gold gedeckt
- Fehler:
- Keine gemeinsame Währung
- Dänemark und Norwegen haben unkontrolliert Papiergeld gedruckt ->Aufgabe der Stabilitätspolitik ->Inflation
- Schweden hat die Fremdwährungen in Dänemark und Norwegen in Gold getauscht, womit Schweden das gesamte Gold hat und Norwegen / Dänemark kein Gold mehr hatten, d.h. auch keine Deckung mehr
- Nach dem Zusammenbruch wurden die Währungen an das damals vorherrschende Pfund gebunden
- Vor dem Anschluß an die USA herrschten in den einzelnen Bundesstaaten oft eigene Währungen
- Per Gesetz wurde der Dollar mit Anschluß an die USA eingeführt
- Erfolgsgeheimnis: nur eine Notenbank (FED) und eine zentralistische Geldpolitik
- 1944 Weltwährungssystem von Bretton Woods:
- Mitglieder umfassen die westlichen Industriestaaten und Südamerika
- Ankerwährung war der goldgedeckte Dollar ->alle Partnerwährungen haben fixe Wechselkurse zum Dollar und untereinander
- Mit der Zeit war ein starker Auf- bzw. Abwertungsbedarf der einzelnen Währungen ->zahlreiche Realignments
- Problem: eine gemeinsame Währungspolitik wäre nötig gewesen, aber einige Länder (z.B. Frankreich) haben nicht mitgemacht
- Zusammenbruch 1973:
- Hoher Dollarbedarf im Ausland, da viele Geschäfte auf Dollarbasis gemacht werden ->Starke Geldmengenerhöhung
- Finanzierung des Vietnamkrieges erfolgt durch Erhöhung der Geldmenge ->Inflation
- Dollar war durch gestiegene Geldmenge nicht mehr goldgedeckt ->Vertrauensverlust und Loslösung der anderen Staaten
- Mit dem Zusammenbruch des Weltwährungssystems kam in Deutschland der Plan zu einer Europawährung bis zum Jahr 1980 auf (Werner-Plan)
- Einführung dieser Währung wurde durch die Ölkrise und den daraus resultierenden realwirtschaftlichen Probleme verschoben
- Neuauflage des Werner-Plans 1989 als Delors-Plan, der eine dreistufige Währungsunion vorsieht
- 1992: Mastricht-Vertrag mit den Konvergenzkriterien (monetäre Aspekte)
- 1994: Vertrag von Amsterdam ->Real- und finanzwirtschaftliche Aspekte
|