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Mikroökonomie 10 Drucken
Volkswirtschaftslehre - Mikroökonomie

1.1 Preiselastizität der Nachfrage

  • Elastizität nach A. Marshall (1898): Relative Veränderung einer unabhängigen Variablen (Preis) im Verhältnis zur Veränderung einer abhängigen Variable (Menge)
  • Elastizität der Nachfrage: Um wie viel Prozent steigt/ fällt die Nachfrage, wenn sich der Preis um x% verändert
  • Beispiel:

Relative Preisänderung

-11,11%

 

...

-50%

 

Preis

9

8

...

2

1

Nutzer in 1000

10

20

...

80

90

Relative Nutzerveränderung

+100%

 

...

+12,5%

 

    • Absolute Veränderung ist immer gleich: p-1 und x+10
    • Bei der ersten Preisänderung ist Δxrel>Δprel
    • Bei der 2. Preisänderung: Δprel>Δxrel
    • Analytische Betrachtung der Elastizität:
      Elastizität: image091.gif
    • Elastizität>1 bedeutet eher unelastische Nachfrage
    • Elastizität<1 bedeutet eher elastische Nachfrage
    • Unelastisch ist z.B. die Nachfrage nach Mineralöl
    • Graphische Darstellung:
      Image
    • Bei p=0 ist die Elastizität ebenfalls 0
    • Für x=0 geht die Elastizität gegen minus unendlich
    • Darstellung der Formel:
      Image
    • Fallunterscheidung:
      image094.gif
    • Herleitung der Formel:
      Image
    • Die Elastizität ist dimensionslos
    • In der Regel kennt kein Anbieter die gesamte PAF-Funktion
    • Es reicht jedoch die PAF-Funktion um einen bestimmten Punkt herum zu kennen

1.1.1 Verwendungsbeispiele für die Elastizität der Nachfrage

1.1.1.1 Preisdifferenzierung:

  • Darstellung:
    Image
  • PAF2 ist eher elastisch, während PAF1 eher unelastisch ist
  • Zuerst wird der Innenmarkt (PAF1) bedient werden, da ein Monopolist hier die Preise erhöhen kann, ohne dass eine nennenswerte Mengenänderung eintritt.
  • Innenmärkte sind bei gleichem Preis immer unelastischer als Außenmärkte
  • Auf dem Innenmarkt lohnen sich Preiserhöhungen, da die Nachfrage nur schwach reagiert
  • Auf dem Außenmarkt lohnen sich Preissenkungen, da hier die Nachfrage dann stark ansteigt
  • Generell gilt dieses Modell für den Monopolisten auch abgeschwächt für den Oligopolisten

1.1.1.2 Sozialpolitik

  • Z.B. Zuzahlungen für Medikamente als indirekte Preiserhöhung
  • Durch Ermittlung der Mengenänderung kann man die Elastizität feststellen
  • Hier ist eine relativ geringer Mengenänderung, da Medikamente nur schwer substituierbar sind
  • Daher war die Einführung der Zuzahlung nicht sinnvoll

1.1.1.3 Technischer Fortschritt

  • Optimisten sehen eine hohe Elastizität für neue Produkte
  • Pessimisten sehen eine hohe Unelastizität für neue Produkte
  • Optimisten>Pessimisten ist Basis für einen wirtschaftlichen Aufschwung
  • Pessimisten>Optimisten ist Grund für eine Konjunkturdelle

 
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