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Mikroökonomie 7 Drucken
Volkswirtschaftslehre - Mikroökonomie

1.1 Einführung von Steuern für die Angebotsseite durch den Staat

  • z.B. Verbrauchsteuer pro Liter Öl ->Ökosteuer
  • Steuer für die Angebotsseite wird auf die Nachfrageseite weitergegeben ->Preise steigen
  • Pigou-Steuer ->Einbeziehung von externen Effekten in die GK-/Angebots-Funktion
  • Externe Effekte:
    • Aktivitäten eines Wirtschaftssubjektes, die andere Wirtschaftssubjekte beeinflussen, jedoch nicht in der Preisvariable berücksichtigt sind (positive oder negative Effekte)
    • Positive Effekte: z.B. Bienenstock als Nachbar einer Apfelplantage ->Alle Apfelblüten werden garantiert bestäubt und der Imker kann reinen Apfelblütenhonig anbieten
    • Negative Effekte: Umweltverschmutzung, Krebsgefahr durch Mineralöl ->die dadurch entstehenden Kosten sind Gesellschaftskosten, da sie keiner speziell trägt ->Staat schätzt die Kosten ->Wiedergabe in der Grenzschadensfunktion
    • Darstellung
      Image
    • Die rote Angebotsfunktion zeigt den Preis ohne Berücksichtigung der externen Effekte ->betriebswirtschaftliche Angebotsfunktion
    • Legt der Staat die Kosten der externen Effekte auf die Unternehmen um, geben diese die Kosten durch Anhebung der Preise um den gleichen Betrag an die Nachfrage weiter ->Preise steigen
    • Angebotskurve 2 ist die Addition der 1. Angebotskurve und der Grenzschadensfunktion ->Soziale oder volkswirtschaftliche Grenzkostenfunktion
    • Durch Preissteigerung sinkt die Nachfrage von m* auf m2 ->weniger Schäden ->Ziel erreicht ->bei Fortführung würde die Entwicklung von Substitutionsgütern beschleunigt werden
    • Problem: Schätzung der Steuerhöhe ->Umgehung einer zu hohen Steuer durch sukzessive Anpassung
    • Effekt der Steuer= senkrechter Abstand zwischen 1. und 2. Angebotsfunktion, nicht der Abstand zwischen dem alten und neuen Gleichgewicht

1.2 Komparative statische Analyse

  • Bsp: Angebot ist um eine Periode verzögert ->Angebot reagiert verzögert auf Nachfrageänderungen / Nachfrageverhalten
  • Bezeichnung: time-lag
  • Darstellung:
    Image
    1. Unternehmen bietet Menge y0 an zu Preis pU0 und merkt, dass es den Preis pHH0 erzielt.
    2. in der nächsten Periode bietet das Unternehmen zu Preis pU1=pHH0 die Menge y1 an, kann jedoch nur den Preis pHH1 realisieren
    3. in der nächsten Periode bietet das Unternehmen zu Preis pU2=pHH1 die Menge y2 und merkt, dass es den Preis pHH2 realisiert
    4. in der nächsten Periode bietet das Unternehmen zu Preis pU3=pHH2 die Menge y3 an, kann jedoch nur den Preis pHH3 realisieren
    5. Fortführung des Zyklus, bis das Marktgleichgewicht erreicht ist
  • Wichtig: Nachfragefunktion verläuft flacher als das Angebot ->Nachfrager reagieren mengenmäßig stärker (überproportional) auf Preisänderungen als das Angebot

 
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