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Mikroökonomie 2 Drucken
Volkswirtschaftslehre - Mikroökonomie
Beitragsinhalt
Mikroökonomie 2
Seite 2
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1.1.3 Nutzenfunktion

Der Nutzen ist abhängig vom Verbrauch der Güter x1 und x2.

-> U=f(x1,x2)

Diese Funktion ergibt im Raum ein Gebirge, dass mit zunehmendem x1 und x2 wächst, bzw. im Ursprung seinen Tiefpunkt hat.

Durch Partialanalyse erhält man den Nutzen eines Gutes, wobei das zweite Gut konstant bleibt (x1 oder x2 konstant setzen). Desweiteren lässt sich durch Konstantsetzen von U eine Kurve ermitteln, die alle gleichwertigen (indifferenten) Kombinationen von x1 und x2 enthält, die denselben Nutzen haben.

->Die Indifferenzkurve ist eine Nutzenfunktion mit konstantem U

Das Nutzengebirge:

Image

1.1.3.1 Die Gossen´schen Gesetze

Graph der partiellen Nutzenfunktion nach x2 ->x2 = konstant

Image

  • Anstieg der Funktion immer positiv, verringert sich jedoch stetig

image010.gif

->1. Gossen´sches Gesetz:

Der Nutzenzuwachs ist bei Mehrverbrauch ist immer positiv, jedoch mit abnehmender Zuwachsrate

Nutzenplafond = angestrebter Grenznutzen, der jedoch nie erreicht wird

->2. Gossen´sches Gesetz:

Der Grenznutzen der Güter dividiert durch den Preis des jeweiligen Gutes ist im Optimum für alle Güter identisch. Der Nutzenzuwachs ist für alle Güter indifferent. ->Der Haushalt kann sich nicht entscheiden ->Ein Nutzengleichgewicht (Konsumoptimum) der Güter ist erreicht.

Image

->Der Grenzwert des Geldes ist für alle Güter im Optimum gleich.

1.1.3.2 Die partielle Nutzenfunktion für ein konstantes Nutzenniveau

Es ergibt sich beim Konstantsetzen von U eine Indifferenzkurve = eine Linie gleichen Nutzenniveaus.

Image

Gründe für die Form der Kurve:

  • Mehrverbrauch mit fallendem Nutzenniveau ist nicht möglich (Axiom 4)
  • Krümmung begründet durch abnehmende Grenzrate der Substitution (Axiom 6)
  • Kurve gilt für, zumindest teilweise, substituierbare Güter
  • Bei perfekten Substituten wird die Indifferenzkurve zur Gerade, da es egal ist, welches der beiden Güter man gegen welches eintauscht. Die Güter werden zu jedem Zeitpunkt in einem festen Verhältnis getauscht. Graph:
    Image
  • Komplementäre Güter ->nicht austauschbare Güter: Diese Güter können nicht gegeneinander ausgetauscht werden, da sie beide stets in einem bestimmten Verhältnis gebraucht werden. Bsp.: bei einem Paar Schuhe macht es keinen Sinn, den rechten Schuh gegen einen weiteren linken einzutauschen, da nur ein linker mit einem rechten Schuh gemeinsam Sinn machen. Graph:
    Image
    Nur gemeinsame Verbrauchsmengen im stets gleichen Verhältnis bringen Nutzenzuwachs.
  • Unterstellung, das bei einem Mehr an Konsum der Nutzen gleich bleibt:
    Graph:
    Image
    Interpretation:
    • A<B<C (bezogen auf den Nutzen)
    • C= Bliss point = Punkt des höchsten Nutzens= Nutzenmaximum
    • D≡B vom Nutzen, trotz Güterzuwachs (Axiom 4 gilt nicht)->durch eine Kostenbetrachtung wird D zu teuer und damit ökonomisch nicht relevant
    • Zwischen B und C entstehen zwar auch höhere Kosten, die jedoch durch einen Nutzenzugewinn ausgeglichen werden
    • ->Nur der markierte Bereich ökonomisch relevant
  • Indifferenzkurven dürfen sich nicht schneiden. Graph:
    Image
    Es gilt: A≡B und A≡C (vom Nutzen)
    Damit müsste nach Axiom 4 gelten: B≡C
    Nach dem Graph gilt jedoch: B>C ->Verstoß gegen Axiom 4 ->Schnittpunkte nicht erlaubt.


 
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