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Personalwesen 4 Drucken
Betriebswirtschaftslehre - Personalwesen

1 Personaleinsatz

  • Betrifft die optimale Zuordnung von Mitarbeiter
  • Weiterhin ist die Gestaltung der Arbeitssituation und der Arbeitsabläufe Bestandteil ->enge Verknüpfung zur Organisation
  • Wichtig ist die Einbindung der Mitarbeiter in den Einsatzprozeß
  • Entscheidend für die Planung sind auch gegebene Freiräume (z.B. Arbeitszeit) ->meist in Dienstleistungsbetrieben höher

 

Elemente des Personaleinsatzes

Image

1.1 Aufgabengestaltung

  • Job Rotation
    • Systematischer Arbeitsplatztausch
    • Jeder Mitarbeiter hat somit universelle Erfahrungen
    • Monotonie und einseitige Belastung werden vermeidet
    • ->Vorbereitung und Selektion von Führungsnachwuchs
    • Ursachen für die Entwicklung waren Demotivation und hohe Fehlerquoten
    • Das Unternehmen gewinnt an Flexibilität
  • Job Enrichment
    • Vertikale Aufgabenerweiterung
    • Z.B. Erweiterung der Tätigkeit eines Sachbearbeiters um vor- und nachgelagerte Vorgänge
  • Job Enlargement
    • Horizontale Arbeitserweiterung
    • Z.B. Unfallversicherungsvertreter verkauft jetzt auch Lebensversicherungen
  • Teambildung / teilautonome Gruppen
    • Abgeschlossene Aufgabe für 3 bis 10 Personen ohne Führer
    • Komplette Aufgabe von Planung bis Inbetriebnahme
    • Selbstorganisation
    • Gestaltungsfreiheit bis auf vorgegebene Normen

1.2 Arbeitszeitgestaltung

  • Früher waren Arbeits- und Betriebszeit fast gleich ->es gab feste Normalarbeitszeit
  • Heute:
    • Die Betriebzeit hat sich verlängert (z.T. 24h Service)
    • Die Arbeitszeit wurde immer weiter verkürzt (i.d.R. unter 40 Wochenstunden)
    • Stärkere Kundenorientierung ist die Hauptursache
  • Dies begründet die Notwendigkeit flexibler Arbeitszeitsysteme

1.2.1 Flexible Arbeitszeit

  • Flexible Arbeitszeit meint, dass der Arbeitnehmer seinen Arbeitsbeginn und sein Arbeitende innerhalb einer bestimmten Spanne selbst wählen kann (einfache Gleitzeit)
  • Kernarbeitszeit ->in dieser Zeit besteht Anwesenheitspflicht
  • Rahmenarbeitszeit->in dieser Zeit darf gearbeitet werden
  • Z.T. ist die Kernarbeitszeit heute schon verschwunden und es gibt variable Arbeitszeit
  • Qualifizierte Gleitzeit ->Arbeitszeit orientiert sich an einer Anwesenheitszeit innerhalb einer Zeitspanne und kann unter Beachtung von Mindestbesetzungsregeln frei bestimmt werden
  • Arbeitszeitkonten:
    • Kurzzeitkonto ->dient der kurzfristigen Zeiterfassung und des Managements der variablen Zeit
    • Langzeitkonto ->dient der Gutschrift langfristiger Überstunden, um z.B. ein Sabbatical (Ausstiegsjahr) oder einen früheren Ruhestand zu erreichen
    • Ampelkonto ->es gibt einen grünen Bereich (Überstunden, Minusstunden), der unproblematisch ist ->ein gelber Bereich, der kritisch ist ->ein roter Bereich, der ein absolutes Zeitproblem darstellt

 

Vorteile

Nachteile

  • Immer optimale Auslastung möglich
  • Wegfall der Überstundenzulage
  • Leichtere Lohnberechnung
  • Bessere Arbeitsorganisation
  • Weniger Mitarbeiter nötig, da flexibler
  • Schnelle Reaktion auf den Markt mgl.
  • Flexibilität für Arbeitnehmer
  • Arbeitsplatzsicherung
  • Vereinbarkeit mit Familie / Beruf
  • Erfassungskosten
  • Mehr Verwaltung
  • Koordinationsprobleme
  • Konfliktkosten
  • Höhere Führungsanforderungen
  • Unausgeglichene Arbeitszeiten
  • Probleme für inflexible Arbeitnehmer, z.B. durch ein Kind

1.2.2 Vertrauensarbeitszeit

  • Ist immer mehr zu beobachtender Trend
  • Verzicht auf Kernarbeitszeiten
  • Jeder entscheidet selbst über seine Arbeitszeit
  • Der Mitarbeiter soll den optimalen Rahmen bekommen, um ergebnisorientiert zu arbeiten
  • Vorteile:
    • Statt Lohn an der Arbeitszeit zu messen, erfolgt eine Messung an der Leistung
    • Weniger Aufwand
    • Anreiz für die Mitarbeiter und eventuelle Bewerber
    • Vertrauensbeweis ggü. den Mitarbeitern
    • Unterstützt ortsungebundenes Arbeiten
  • Wichtige Aspekte:
    • Servicezeiten ->d.h. hier muß eine Gewährleistung der Erreichbarkeit der Abteilung vorliegen ->Abstimmung im Team
      ->es gibt ein Teamziel, dass erreicht werden muß
    • Arbeitszeitplanung ->Arbeitszeit wird budgetiert und somit zur Planungsgröße ->Arbeitszeit sollte daher optimal eingesetzt werden
    • Überlastreaktion ->Die Führung muß dafür sorgen, dass der Mitarbeiter die Arbeit auch in der dafür vorgesehenen Zeit schaffen kann
    • Führungskräfte müssen für ein gegenseitiges Vertrauen sorgen

 
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