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Organisation 7 Drucken
Betriebswirtschaftslehre - Organisation

1 Techniken und Instrumente bei der Reorganisation

Ablauf von Veränderungsprozessen

  • Beschreibung des Ist-Zustandes
    • Flussdiagramm / Aufgabenanalyse
    • Mitarbeiterbefragung
    • Systematisierung der Vorgänge nach Merkmalen, Beteiligten ->Arbeitsablaufkarte
  • Schwachstellenanalyse
  • Beschreibung des Soll-Zustandes
  • Durchführung von Maßnahmen

2 Total Quality Management

Notwendigkeit des TQM

Image

2.1 Instrumente der Qualitätspolitik

  • Qualitätskontrolle (rational, konservativ)
    • Qualität ist eine Funktion von vielen
    • An Spezialisten delegiert (Taylorismus)
    • Produktqualität steht im Vordergrund
    • Problem: Ursachenanalyse bei Qualitätsmängeln
  • Integrative Qualitätssicherung (integral und halbherzig)
    • Qualität ist nicht mehr eine eigene Funktion, sondern in die anderen Funktionen integriert
    • Qualität geht jeden an ->jeder macht Qualität
  • TQM (visionär und programmatisch)
    • Qualität ist Chefsache und Führungsaufgabe
    • Ist allen Funktionen übergeordnet
    • Produktqualität als Ergebnis von Unternehmensqualität

2.2 Umsetzung des TQM

T

= bereichs- / funktionsübergreifend; partnerschaftliche Kommunikation, Kundenbezogenheit, Mitarbeiterorientierung

Q

=Qualität von Arbeit, Prozessen, Unternehmen und Produkten

M

=Führungsqualität (Vorbildfunktion), Qualitätspolitik und –ziele; Team- und Lernfähigkeit und Beharrlichkeit

 

Problem:

  • Vielfach liegt die Fehlerquote bereits im Bereich ppm (Parts per Million) ->Erschwerung der Fehlersuche und der Qualitätsüberprüfung
  • Daher Entwicklung der ISO-Normen 9000-9005, die Qualitätspunkte festlegen, nach denen sich ein Unternehmen zertifizieren kann

3 Lean Production

->Entwicklung ca. 1990 aus den japanischen Erfolgen heraus

Kernelemente der Lean-Production

Gruppe / Team

Wichtig ist der Konsensgedanke; keine Einzelkämpfer

Eigenverantwortung

Tätigkeiten in Eigenverantwortung nach Standards

Feedback

Alle Reaktionen fließen in das Handeln ein

Kundenorientierung

Kunde an oberster Stelle

Wertschöpfungspriorität

Wertschöpfende Tätigkeiten haben Vorrang

Standardisierung

Formalisierung / Standardisierung der Arbeitsvorgänge

Ständige Verbesserung

Bestimmt das tägliche Denken

Sofortige Fehlerabstellung an der Wurzel

Jeder Fehler wird als Störung aufgefasst und behoben

Vorausdenken und -planen

Nicht die Reaktion auf Probleme, sondern die Vermeidung vorab ist das Ziel

Kleine beherrschte Schritte

Kleine Schritte, die jeweils durch ein Feedback abgeschlossen werden.

4 Prozessmanagement

  • Wenn das eigene Unternehmen von der Leistungsfähigkeit unter der anderer Unternehmen liegt, ist ein Quantensprung nötig, um die anderen wieder einzuholen
  • Eine normale Verbesserung lohnt nur bedingt, da die Konkurrenz sich auch weiterentwickelt
  • Konzept des Business Process Reengineering (BPR)
    • Unternehmensprozeß = Bündel von Aktivitäten, für das Input benötigt wird und das für den Kunden ein Ergebnis von Wert erzeugt ->Kundenorientierung
    • Prozesse laufen quer durch das Unternehmen über alle Funktionen ->Weg der Prozessoptimierung ist somit eine Abwendung von der reinen funktionalen Organisation

 

Darstellung eines Unternehmensprozesses

Image

 

Ergebnisse:

  • Reduzierung der beteiligten Abteilungen in einem Prozess ->weniger Abgaben als zuvor, bevor das Produkt fertig ist
  • Reduzierung der Fehlerquellen / Reibungsverluste
  • Reduzierung der Liegezeit der Produkte
  • ->eine Reduzierung der Arbeitszeiten bringt keinen großen Effekt, da diese den geringsten Teil der Zeit ausmachen

 

->Gegenstück zum BPR ist der kontinuierliche Verbesserungsprozeß (KVP)

BPR

KVP

  • Erhöhung der Leistung um bis zum 10-fachen
  • Top-Down-Mechanismus
  • Radikale Neugestaltung
  • Einmalig
  • Verbesserung von ca. 10%
  • Bottom-up-Ansatz
  • Optimierung bestehender Prozesse
  • permanent

->KVP wird oft nach einer BPR-Phase eingesetzt


 
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