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Organisation 1 Drucken
Betriebswirtschaftslehre - Organisation

1 Grundbegriffe

Organisationsbegriff

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  • Formelle Strukturen:
    • Beabsichtigt, nachlesbar
  • Informelle Strukturen:
    • Nachlesbar, aber vielfach nicht gelesen
  • Fremdorganisation:
    • Führungskräfte regeln Organisation für den Rest
  • Selbstorganisation:
    • Ergibt sich von selbst durch die Arbeitsabläufe
  • Organisation = vorab geplante Regelungen / Strukturen
    ->wird ergänzt durch Disposition (Einzelfallentscheidungen)
  • Improvisation ->Mitarbeiten schaffen Interpretationen für die Regeln unter Zufügung eigener Überlegungen ->erst dadurch funktionieren die Strukturen

2 Klassische Organisationslehre

2.1 Taylorismus

  • Ist durch den funktionellen Organisationsbegriff geprägt
  • F.W. Taylor schuf die ersten Ansätze ->Taylorismus
    • War zunächst Fabrikarbeiter, dann Ingenieur und dann in der Führung tätig
    • Zu jener Zeit basierte Arbeit auf Faustregeln, d.h. es existierten keine geregelten Arbeitsabläufe
    • Es gab Kampf um die Arbeitsverausgabung, da die Leute keine Anreize zum Arbeiten hatten
    • Taylor beschloss daher die Anwendung wissenschaftlicher Methoden, um diese Probleme zu beseitigen
      • Z.B. Erfassung von Arbeits- und Bewegungsabläufen, Ermüdungszeitpunkt und Leistungsfähigkeit ermitteln, Verbessern der Arbeitsbedingungen / Finden von Arbeitsstörungen
  • Grundzüge des Taylorismus:
    • Trennung von Planung und Ausführung (Arbeitsteilung)
      ->Spezialisierung und damit schnellere und routiniertere Arbeit
    • Arbeitspensum und ein Bonus werden festgelegt ->Anreize / Motivation zum Arbeiten
    • Auslese und Anpassung der Arbeiter ->Personalentwicklung
    • Folge: Technisierung, da die Arbeit in einfache Tätigkeiten gegliedert wurde, für die es möglich ist, Maschinen zu konstruieren
    • ->Unterbindung zwischenmenschlicher Beziehungen ->Verhinderung von „Bandenbildung“
  • Weiterentwicklung des Taylorismus:
    • Wurde zum vorherrschenden Paradigma (Leitbild), da Erfolgsmeldungen über eine deutliche höhere Arbeitsgeschwindigkeit sich schnell verbreiteten
    • In Deutschland kam die Verbreitung ab 1924 durch die REFA (Reichsausschuß für Arbeitsstudien)
    • In den 70er Jahren kam Kritik auf, wegen der Monotonie der Arbeit ->inhumane Arbeit ->Humanisierungsprojekte konnten sich jedoch nicht durchsetzen
    • Ab den 80er Jahren kamen dann neuere Organisationskonzepte, die auch Anklang fanden
    • Taylorismus dient heute als Beispiel, um die Vorzüge der neuen Theorien zu zeigen
  • Vorteile der Taylorisierung:
    • Spezialisierung und damit erhöhte Arbeitsgeschwindigkeit
    • Einsatz nach Schwierigkeit der Arbeit möglich
    • Insgesamt wird weniger qualifiziertes Personal benötigt
  • Probleme:
    • Nachgelagerte Produktionsstellen müssen am Anfang warten, bevor sie mit der Arbeit anfangen, und am Ende bleiben unfertige Produkte
    • Monotonie der Arbeit ->wenig Motivation und kein Teamgeist
  • Weitere Personen: Fayol und Max Weber (Herrschaftsmodelle und Bürokratie)

2.2 Bürokratie

  • Arbeitsteilung mit festen Zuständigkeiten (Amt, Stelle, Aufgabenbereich) ->Besetzung der Stellen mit geeignetem Personal
  • Amtshierarchie ->Über- und Unterordnungsprinzip und geregelter Beschwerdeweg
  • Technische Normen und Regeln für die Arbeit ->Dienstweg
  • Schriftform der Vorgänge ->Akten ->Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen

 

->Abkehr von der willkürlichen Herrschaft

2.3 Zusammenfassung: Klassische Organisationslehre

  • Organisatorische Regelung als zentrales Steuerelement ->Regeln; Mensch als Maschine im Betrieb
  • Minimierung von Regelabweichungen / Störungen
  • Stabile Arbeitsbedingungen ->Planungsmöglichkeit
  • Optimierung der inneren Betriebsstrukturen
  • Mitarbeiter fügen sich der Ordnung ->Befehl und Gehorsam
  • Gruppenbeziehungen oder zwischenmenschliches Verhalten unerwünscht

 
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