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Entwicklung der BWL 1 Drucken
Betriebswirtschaftslehre - Entwicklung der BWL

1 Abgrenzung der klassischen von der modernen Betriebswirtschaftslehre

1.1 Einordnung der Betriebswirtschaftslehre und Grundbegriffe

Wirtschaften = planvolles Handeln und Entscheiden von Wirtschaftsobjekten, mit dem Ziel, bei Knappheit von Gütern ein Optimum an Bedürfnissen zu befriedigen.

Makroökonomie = Gesamtbetrachtung (z.B. BIP, Arbeitslosenzahlen)

Mikroökonomie = Prozesse, die das einzelne Wirtschaftsobjekt charakterisieren erforschen

Betriebswirtschaftslehre =Vertiefung der Mikroökonomie, gegründet im Zuge der Industrialisierung

1.2 Klassische und moderne Betriebswirtschaftslehre

Der Betrieb in der klassischen Betriebswirtschaftslehre:

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Ausbildung erfolgt jeweils in den einzelnen Teilbereichen. Somit weiß niemand im Detail, was der andere tut. Bei einer Umstrukturierung ist der gesamte Betrieb betroffen, da die einzelnen Teile nicht miteinander vernetzt sind. Es existiert eine Führung nach Hierarchien.

Bei Problemen gehen die unteren Angestellten zuerst.

Mit der Zeit hatte sich die Produktion in den einzelnen Wirtschaftskreisen stark verändert, so das hier Spezialfächer entstanden sind (Bankbetriebslehre, Handelsbetriebslehre, Tourismuslehre)

 

Der Betrieb in der modernen Betriebswirtschaftslehre:

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Im modernen Betrieb ist der dispositive Faktor nicht mehr ausgegliedert sondern als Management in der Mitte des Betriebes. Das Management ist die erste Gruppe unter Gleichen. Sie trägt zuerst die Verantwortung ist somit auch erster Punkt bei Veränderungen. Um das Management herum befinden sich Spezialisten, die jeder für sich auf ihrem Spezialgebiet mehr können, als das Management.

In der modernen Betriebswirtschaftslehre haben sich neue Begriffe, wie Marketing, Controlling und Management eingebürgert, die jedoch wesentlich umfassender zu interpretieren sind, als Unternehmensführung, Rechnungswesen und Absatz

Unternehmen haben zum Großteil ihre Massenarbeitskräfte ausgegliedert und stellen dafür je nach Bedarf andere Firmen an, die jederzeit wieder abgestoßen werden können è es entstehen Rumpfbetriebe.

Rumpfbetriebe (in hierarchischer Darstellung):

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Management = Koordinationsebene und Führungsebene, die mit den weiteren Ebenen vernetzt sind

Marketing = nicht wie beim Absatz nur Verteilungsfrage, sondern Kundenorientierung, sowie das Erreichen von Kunden

Controlling = deckt Schwachstellen und Stärken des Unternehmens auf, analysiert und macht Strukturvorschläge èZuarbeiten fürs Management

 

Die moderne Betriebswirtschaftslehre sieht sich mit einem Wechsel vom Verkäufermarkt (Übernachfrage) in den 50ern zu einem Käufermarkt (Überangebot) heute konfrontiert èKundenwunsch hat höchste Priorität èBetrieb orientiert sich am Kunden èhohe Flexibilität notwendig, um schnell auf Veränderungen reagieren zu können

1.3 Grundfragen des Wirtschaftens (nach Samuelson)

1.3.1 Was soll produziert werden?

Faktoren (nach Wichtigkeit):

  1. Profit (nur Produkte die Gewinn machen sind interessant)
  2. Nachfrage, Bedürfnisse, Bedarf (Kundenwünsche)
  3. Produktivität (wie effizient kann produziert werden)

1.3.2 Wie soll produziert werden?

  • Innere Struktur des Betriebes
  • Kombination der Produktionsfaktoren

 

Produktionsfaktoren in Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftlehre:

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Der Faktor Boden hat sich heute zum Faktor „Natur“ gewandelt und bezeichnet die Gesamtheit der Umweltfaktoren. èUmweltaspekte werden wichtiger

Betriebsablauf unter Berücksichtigung der Umwelt:

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Das Kapital ist ein abgeleiteter Produktionsfaktor. Es entsteht aus dem Mehrwert der Arbeit (Wert der Arbeit abzgl. Lohn). Heute steigt der Einsatz von Kapital pro Arbeitskraft =>Wegfall von Massenarbeitskräften

 

Das Verhältnis zwischen Arbeit und Kapital von 1800-2000:

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1.3.3 Für wen produziere ich?

  • In den 50er Jahre waren Unternehmen auf sich selbst, ihre Mitarbeiter, Zulieferer und sonstige Verbündete konzentriert (Stakeholder-Konzeption) èmgl. da Mangelwirtschaft
  • Ab den 70er Jahren kommt es zur Kundenorientierung (Consumer benefit), da mehr Angebot als Nachfrage
  • Ab den 90er Jahren Öffnung der Märkte èShareholder Value gewinnt an Bedeutung =>Umstrukturierungen, Outsourcing nötig
  • Hierarchie:

1. Kunde und Aktionär

2. Betrieb

 
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