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Der Bankbetrieb Drucken
Bankbetriebslehre - Grundlagen

1    Der Bankbetrieb

1.1 Die Beschaffung von Kapital

Image

1.2 Die Beschaffungsfunktion

Beschaffung

Hauptkriterium

Abhängigkeiten der Kriterien

Kapital

Kosten

Unternehmensziele

Mitarbeiter

Qualität

Unternehmensstrategie

Räumlichkeiten

Quantität

Unternehmensstrategie

EDV/Technik

Zeitfaktor

 

Rohstoffe

Ortsfaktor

 

Kunden

Kosten / Ertrag / Strukur

Unternehmensstrategie /-ziele

1.3 Die Produktionsfunktion

Im normalen Fall ist anzunehmen, das mit steigender Anzahl der Produktionsfaktoren, der Output linear mitsteigt. Dabei ist jedoch folgendes zu beachten:

Um einen Betrieb zu eröffnen, ist eine gewisse Mindestzahl an Mitarbeitern von Nöten, ohne die gar keine Produktion möglich ist. Diese Anzahl von Mitarbeitern ist in der Lage bei voller Auslastung eine bestimmte Anzahl von Kunden zu betreuen. Selbst wenn die sonstigen Produktionsfaktoren erhöht werden, können nicht mehr Kunden betreut werden. Erst mit einem weiteren Mitarbeiter wird dies möglich. Es erfolgt also ein sprunghafter Anstieg des Outputs bei Erhöhung der Mitarbeiterzahl, wobei eine gewisse Anzahl von Mitarbeitern da sein muss, um überhaupt produzieren zu können.

Image

                                                       Anzahl der Mitarbeiter

Anders sieht es bei Materialien wie Energie, Material und Papier aus. Hier liegt ein linearer Zusammenhang vor. Bei der Unternehmensproduktionsfunktion ergibt sich jedoch wieder eine treppenartige Funktion, bedingt durch unteilbare Faktoren bei Maximalauslastung, z.B. Räume, Personal, EDV-Anlagen.

Ziel der Unternehmer ist es jedoch diese Kurve zu optimieren:

  1. Durch Verschieben der Kurve nach links, d.h. das bei weniger Mitarbeitern die gleiche Arbeit geschafft wird.
  2. Durch Verschieben der Kurve nach oben, d.h. das die gleiche Anzahl von Mitarbeitern mehr Arbeit geschafft wird.
  3. Lösungsansätze für die Optimierung:
    1. bessere Organisation der Abläufe
    2. Mitarbeiter durch EDV zu ersetzen (Arbeit gegen Kapital austauschen), wie bereits durch Geldautomaten und Online Banking geschehen
    3. Arbeitssteigerung der vorhandenen Mitarbeiter durch gezielte Motivation
    4. Zusammenlegung von Filialen oder Bereichen. Dadurch entstehen Synergieeffekte, d.h. die Kosten pro Kunde sinken, es werden z.B. aus 2 mal 4 Mitarbeitern 6 Mitarbeiter.

1.3.1 Zusammenfassung

1.3.2 Erstellung bankbetrieblicher Leistungen

  • Produktion = Kombination der bankbetrieblichen Einsatzfaktoren
  • Drei Bereiche der Einsatzfaktoren:
    • Technisch - organisatorischer Bereich (Menschen, Maschinen, Räume)
    • Liquiditätsmäßig - finanzieller Bereich (Einlagen, Kredite, Finanzierung)
    • Dispositiver Faktor

1.3.3 Produktionstheorie / -funktion

  • Produktionsfunktion zeigt die funktionalen Zusammenhänge zwischen der Menge der eingesetzten Produktionsfaktoren und der Menge der damit hergestellten Ausbringungsmenge
  • Eine Bewertung mit Preisen stellt den Übergang zur Kostentheorie dar.

1.3.4 Kostentheorie

  • Die Kostentheorie bewertet die zur Produktion eingesetzten Produktionsfaktoren mit den vom Markt vorgegebenen Faktorpreisen.
  • Der Output wird ebenfalls mit Marktpreisen bewertet
  • Differenz zwischen Output-Preis und Produktionspreis ergibt den unternehmerischen Gewinn
  • Problemstellung der Optimierung
    • Beschaffung: Produktionsfaktoren müssen kostengünstig beschafft werden
    • Produktion: Die Produktionsfaktoren müssen effizient (kostengünstig) kombiniert werden
    • Absatz: möglichst hoher Preis, bei hohem Absatz

1.4 Die Absatzfunktion

1.4.1 Kriterien für die Wahl einer Bankverbindung

  1. Schüler: meist Hausbank der Eltern; lokale Erreichbarkeit
  2. Studenten/Azubis: Image der Bank, lokale, regionale Abdeckung, Beratung, Leistungsangebot für das kleine Budget, Innovation (e-Business)
  3. Beruftätige (kleines Einkommen): Kontogebühren, regionales Filialnetz
  4. Berufstätige (mittleres/großes Einkommen): Preis/Leistung, Konditionen, Image, Beratung, Seriosität, Vertrauen, Produktpalette
  5. Rentner: Service, Beratungsqualität, lokale und regionale Abdeckung

1.5 Faktoren für den Erfolg eines Kreditinstitutes

  1. Bekanntheit
  2. Image
  3. Marktposition, Wettbewerbsstellung
  4. Vertriebswege
    1. Stationär
    2. Direktbanken
    3. Mobiler Außendienst
  5. Produkte
  6. Mitarbeiter (Konflikt zw. Beratung (kostenlos) und dem Zwang zu verkaufen)
  7. Preise
  8. Kommunikation (Werbung, Sponsoring)

1.6 Die Managementfunktion in einem Kreditinstitut

Folgende Aufgaben hat das Management eines Kreditinstitut zu bewältigen:

  1. Koordinieren
  2. Aufbau einer Organisationsstruktur und einer Kompetenzregelung
  3. Strategien und Ziele des Unternehmens formieren
  4. Delegieren von Arbeiten auf die untergeordneten Abteilungen
  5. Kontrolle der geleisteten Arbeit
  6. Zusammenarbeit mit externen Kontrollbehörden (BaFin)
  7. Einhaltung der Rahmenbedingungen

1.7 Der Markt bei einem Kreditinstitut

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Ein Markt wird unter Berücksichtigung von Rahmenbedingungen durch Angebot und Nachfrage reguliert.

1.7.1 Märkte der Kreditinstitute:

  • Aktienmarkt / Börse
  • Immobilienmarkt
  • Geldmarkt (kurzfristige Einlagen und Kredite u.a. zur Liquiditätssteuerung)
  • Kapitalmarkt (langfristige Einlagen und Kredite)

Eine Aufteilung der Märkte nach Zielgruppen, Produkten und Regionen wäre ebenfalls denkbar.

1.7.2 Markt der Finanzdienstleister

  • Kreditinstitute
  • Finanzdienstleister (z.B. AWD)
  • Internetvermittler z.B. für Hypothekenbanken
  • Kreditkarteninstitute
 
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