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Banken in der Wirtschaft Drucken
Bankbetriebslehre - Grundlagen

1    Banken im Wirtschaftskreislauf

1.1 Rahmenbedingungen

  • Wirtschaftssystem
    • Marktwirtschaft
      • Freie Preisbildung durch Angebot/Nachfrage auf dem Markt
      • Soziale Marktwirtschaft:
        • Einschränkungen durch den Staat bei sozialer Ungerechtigkeit oder Ungleichgewichten
    • Planwirtschaft
  • Gesetze (BGB, KWG, WPHG usw.); rechtliche Rahmenbedingungen
    Diese Gesetze sind notwendig, da Kreditinstitute ein elementarer Bestandteil der Wirtschaft sind
  • Institutionen (BaFin, Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel)
    =>an diese Institutionen erfolgt eine Meldung der Geschäfte durch die Kreditinstitute
    Bundesbank und EZB (Preisstabilität und Sicherung des Zahlungsverkehrs)
    Mittel: Leitzins, der als Grundlage für Kredite von der Bundesbank gilt => Regulierung der Geldmenge =>mehr Zinsen =>weniger Kredite=> weniger Geld=> weniger Nachfrage => kleinere Inflation
  • Bankensystem
    • Universalbank
    • Trennbank

1.2 Aufgaben eines Kreditinstitutes

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1.3 Abriss der Geschichte des Geldes

  • Geld (mittelhochdeutsch: Gelt = Zahlung, Vergütung; altsächsisch Geld= Bezahlung, Opfer, Lohn)
  • Geld ist ein allgemein anerkanntes Tauschmittel, es macht Güter addierbar und vergleichbar
  • Vorraussetzung für die Akzeptanz von Geld ist Vertrauen
  • Naturaltausch
    • Tausch von Waren gegen Waren
    • Ringtausch: Um ein Gut zu bekommen wird das Bezahlgut an jemanden abgegeben, der dieses Gut gebrauchen kann. Dieser tauscht seinerseits ein weiteres Gut mit einem anderen Händler, bis der Bezahler des erstes Gutes seinen Wunschtauschgegenstand bekommt. Es bildet sich also ein Tauschring.
    • Zentraltausch: der Verkäufer tauscht solange selbst Waren gegen andere Waren, bis er das gewünschte Gut hat
  • Warengeld
    • Zahlungsmittel sind begehrte Tauschmittel (Steine, Ringe, Kleider, Salz, Zigaretten)
    • Problem war, das bekannt sein musste, wer diese Gegenstände haben wollte
  • Metallgeld
    • Gold, Silber, Kupfer als Zahlungsmittel
    • Vorläufer war das Wiegegeld, das per Gewicht bestimmt wurde
    • Problem: Betrug mit Gewichten
    • Erste Prägungen auf Münzen
  • Münzgeld
    • Mit Prägungen
    • Kurantmünzen = Münzen mit dem Nennwert ihres Metallwertes
    • Scheidemünzen = Münzen mit höherem Nennwert als dem Metallwert
    • Problem: Betrug mit Metallkernen, Gewicht
  • Papiergeld
    • Nachfolger der Schuldverschreibung
    • Zunächst wurde Metall in Scheine getauscht mit Rücktauschgarantie
    • Seit 19.Jhd. Banknoten als gesetzl. Zahlungsmittel
    • Vorteil: Leicht, billig
  • Buchgeld
    • Ursprung im 12 Jahrhundert in Italien
    • Kann jederzeit in Bargeld umgewandelt werden
    • Verfügung durch Überweisung, Scheck, Lastschrift
  • Elektronisches Geld

1.4 Abriss über die Geschichte der Banken

  • Bereits in der Antike gab es Bankwesen
  • Im alten Ägypten wurde bargeldlos über Konten im Staatsspeicher bezahlt
  • Geldhandel fällt in die Zeit Neu-Babyloniens (7.Jhd)
  • Durch viele Staaten im Mittelalter kam es in Italien zu Geldwechslern (banchieri). Das Geld wurde dabei auf dem Tisch (banca) ausgebreitet
  • Einlagen/Kredite seit dem 13.Jhd.
  • Erste Banken in Italien (Bankbegriffe wie giro = Kreis und bilancia = Waage wurden hier geprägt)
  • Erste Girobank 1407 in Genua
  • Entstehung erstes Notenbanken Wende 17./18.Jhd
  • 1910 Gründung der Reichsnotenbank. Reichsmark wird gesetzliches Zahlungsmittel
  • Privatbankiers wurden durch Großbanken, Aktienbanken ersetzt, die heute die Global-Player darstellen

1.5 Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen

  • Grundlage für die Beziehung zwischen dem Kreditinstitut und seinen Kunden
  • Bestandteil aller Bankverträge
  • Anwendung im gesamten Bankgewerbe
  • Inhaltliche Übereinstimmung bei allen Kreditinstituten (wenn auch nicht wortwörtlich)
  • Kreditinstitut muss den Kunden über die AGB´s informieren
  • Inhalt
    • Grundregelungen zwischen Bank und Kunde
      • 1. Geltungsbereich
      • 2. Bankgeheimnis und Bankauskünfte
      • 3. Haftung der Bank und Mitverschulden des Kunden
      • 4. Grenzen der Aufrechungsbefugnis des Kunden
      • 5.Verfügungsberechtigung nach dem Tod
      • 6. Geltendes Recht bei kaufmännischen und öffentlich-rechtl. Kunden
    • Kontoführung
      • 7. Rechnungsabschluss bei Konten
      • 8. Rückbuchungen/ Stornierungen
      • 9. Einzugsaufträge
      • 10. Risiken bei Fremdwährungskonten/-geschäften
    • Mitwirkungspflicht des Kunden
      • 11. Änderungen von Vertragsteilen (Anschrift...), Aufträge an die Bank
    • Kosten der Bankdienstleistungen
      • 12. Zinsen, Entgelte, Auslagen der Bank im Auftrag des Kunden
    • Sicherheiten für die Bank vom Kunden
      • 13. Möglichkeit der Forderung oder Verstärkung von Sicherheiten
      • 14. Pfandrecht zugunsten der Bank
      • 15. Sicherungsrecht an Einzugspapieren und diskontierten Wechseln
      • 16. Begrenzung der Sicherheiten auf die Deckung der Forderungen der Bank
      • 17. Verwertung von Sicherheiten
    • Kündigung
      • 18. Kündigung des Kunden
      • 19. Kündigung der Bank
    • Schutz der Einlagen
      • 20. Einlagensicherungsfonds
 
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