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Führende bedienen sich Führungsinstrumenten gegenüber den von ihnen Geführten. Es existiert dabei ein Gegensatz Vorgesetzter ó Untergebener. Der Vorgesetzte ist dabei eine Instanz mit Kompetenz und Verantwortung, die auch zur Rechenschaftslegung verpflichtet ist, bzw. die Abweichungen vom Soll des Unternehmens zu begründen hat. Die Führungskraft verfügt dabei über zwei Führungsinstrumente: Motivation und Druck. | Motivation | Druck | | 1) materiell - Entlohnung
- Sonderkonditionen
- Prämien (Geld, Geschenke)
- Unternehmensbeteiligung
- Arbeitsausstattung
- Weiterbildungsmaßnahmen
2) ideell - Anerkennung
- Kritik
- Entscheidungsbeteiligung, Kompetenz, Verantwortung
- Urlaub
- Spaß, Arbeitsklima
- Vorbilder
- Außerbetriebliche Aktivitäten
- Imageaufwertung
| - Leistungsdruck
- Konkurrenz
- Zielvorgaben
- Kontrolle der Arbeit
- Beurteilung der Arbeit
| - Familienoberhaupt, Firmengründer, König als Führungsperson mit Absolutheitsanspruch
- Führung qua Geburt ènatürliche Autorität
- Fürsorgeverpflichtung des Führenden gegenüber Familie und Angestellten (z.B. durch Betriebsrente, Werkswohnungen, Mitarbeiterkonditionen, Loyalität gegenüber Mitarbeitern, Kindertagesstätten)
- Problem der Erbfolge im Todesfall
- Führung qua Ausstrahlung, z.B. bei Napoleon und Hitler
- Autorität wächst durch die eigene Ausstrahlung
- Verstärkung der Autoritätswirkung durch die Medien
- Institution, nicht die Einzelperson steht im Vordergrund
- Hierarchischer Führungsapparat
- Oftmals im Verbandswesen anzufinden (z.B. IOC)
- Autorität qua Fachkompetenz
- Hierarchisches Führungssystem
- Legitimation durch Kompetenz
- Oftmals zu finden, z.B. auch bei Ministern und Direktoren
- Partizipation der Mitarbeiter an Entscheidungen
- Hierarchieebenen arbeiten gemeinsam (z.B. Teamchef und Bundestrainer beim DFB)
| Autoritär | Partizipativ | | Vorteile | - Druck auf einer Person
- Klare Entscheidungen, Transparenz
- Flexibel und schnell
| - Meinungsvielfalt
- Machtverteilung
- Motivierend
- Mehr Fachkompetenzen & Praxisbezug
| | Nachteile | - Druck auf einer Person
- Machtmissbrauch
- Beschränktheit der Fachkompetenz (Anmaßung von Allwissen)
| - Koordinationsschwierigkeiten
- Unflexible und langsame Entscheidungen
| Der Führungsstil ist von vielen Faktoren abhängig, u.a. Unternehmensgröße, Tradition, Rechtsform, Marktform, Menschenbild, Lage des Unternehmens,... Der Führungsstil ist vom jeweiligen Unternehmen und der jeweiligen Situation beeinflusst. So ist oftmals ein autoritärer Führungsstil in Krisensituationen und wenn sich Chancen für das Unternehmen bieten, die eine schnelle Entscheidung erforderlich machen. Eine Partizipierung der Mitarbeiter hingegen ist im Routinebetrieb oftmals die bessere Wahl, da sie die Führungskräfte entlastet. - Führungspersönlichkeiten entscheiden nur in Ausnahmesituationen (Krisen, Chancen)
- Probleme:
- Eingriff nur wenn es fast zu spät ist
- Wechsel der Führungsstile problematisch
- Wann ist der Zeitpunkt für einen solchen Wechsel?
- Demotivation der Mitarbeiter, da sie bei wichtigen Entscheidungen außen vor bleiben
- Festlegung der Ausnahmesituationen ist ex ante erforderlich
- Entscheidungen der Führungsebene finden erst ab einem bestimmten Grenzwert statt
- Problem
- Umgehung der Führung durch konsequentes Unterschreiten der Grenzbeträge
- Bsp. Keine Kontrolle bei Überweisungen bis zu einem best. Betrag
- Klar abgegrenzte Aufgabenbereiche werden mit Kompetenz und Verantwortung delegiert
- Führung durch Zielvereinbarung
- Mitarbeiterbeteiligung bei der Zielsetzung aber Freilassung des Weges der Zielerreichung
- Problem
- Freiheiten der Zielerreichung müssen verantwortungsvoll genutzt werden
- Vorgabe der Zielerreichung durch die Führung
- Freilassung des Weges der Zielerreichung
- Überprüfung der Zielerreichung durch die Führung
- Im Gegensatz zum Management by objectives ist dies eine eher autoritäre Führungsart
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