Der Simplexalgorithmus
1
Der
Simplexalgorithmus
1.1
Maximierungsproblem
Beispiel: Geldanlage
x1=Festgeldanlage;
x2=Aktienanlage
Restriktionen:
Ziel ist die
Maximierung folgender Zielfunktion: G(x)= 0,04x1 + 0,08x2
unter o.g. Restriktionen ->0=G-0,04x1-0,08x2
Die Restriktionen
geben eine Lösungsmenge vor ->die
Lösung des Maximierungsproblems liegt auf dem Rand der Lösungsmenge
Darstellung der
Lösungsmenge:
Die graphische
Lösung erfolgt, indem man Niveaulinien von G einzeichnet, bis sie die
Lösungsmenge nur noch tangieren
Rechnerische
Lösung:
Aufstellung des
Grundtableaus: ->Eintragen der Restriktionen und von G
|
x1
|
x2
|
u1
|
u2
|
u3
|
u4
|
G
|
Konstante
|
|
1
|
1
|
1
|
0
|
0
|
0
|
0
|
50
|
|
1
|
0
|
0
|
1
|
0
|
0
|
0
|
40
|
|
0
|
1
|
0
|
0
|
1
|
0
|
0
|
20
|
|
-0,04
|
0,12
|
0
|
0
|
0
|
1
|
0
|
0
|
|
-0,04
|
-0,08
|
0
|
0
|
0
|
0
|
1
|
0
|
Basisvariablen: kommen jeweils
nur in einer Gleichung vor ->u1 bis
u4
Nichtbasisvariablen: Rest ->x1 und x2
Setzt man die Nichtbasisvariablen 0, kann man die Werte
der Basisvariablen ablesen ->u1=50; u2=40; u3=20; u4=0;
G=0 mit x1 und x2=0 (1. Ecke der Lösungsmenge)
Als nächstes wird
eine neue Basisvariable bestimmt ->es wird
der betragsmäßig größte negative Koeffizient der Gewinnfunktion genommen. ->x2 wird neue Basisvariable.
Nun wird die neue
Nichtbasisvariable bestimmt, in dem man alle Konstanten durch den Koeffizienten
der neuen Basisvariable dividiert, sofern dieser nicht negativ ist und dann den kleinsten Wert wählt ->hier u4, da 0/0,12=0.
Im nächsten Tableau
können die verbliebenen alten Basisvariablen übernommen werden. Für die neue
Basisvariable (x2) wird die Spalte der neuen Nichtbasisvariable (u4)
eingetragen:
|
x1
|
x2
|
u1
|
u2
|
u3
|
u4
|
G
|
Konstante
|
|
|
0
|
1
|
0
|
0
|
|
0
|
|
|
|
0
|
0
|
1
|
0
|
|
0
|
|
|
|
0
|
0
|
0
|
1
|
|
0
|
|
|
|
1
|
0
|
0
|
0
|
|
0
|
|
|
|
0
|
0
|
0
|
0
|
|
1
|
|
->jetzt
wird durch geeignetes Umformen das obere Tableau in das untere Transformiert
Zeile 4 = Zeile 4alt
: 0,12
Zeile 1 = Zeile 1alt
- Zeile 4
Zeile 2 bleibt in diesem Fall erhalten
Zeile 3 = Zeile 3alt
- Zeile 4
Zeile 5 = Zeile 5alt
+ 0,08* Zeile 4
Es ergibt sich
folgendes Tableau:
|
x1
|
x2
|
u1
|
u2
|
u3
|
u4
|
G
|
Konstante
|
|
4/3
|
0
|
1
|
0
|
0
|
-25/3
|
0
|
50
|
|
1
|
0
|
0
|
1
|
0
|
0
|
0
|
40
|
|
⅓
|
0
|
0
|
0
|
1
|
-25/3
|
0
|
20
|
|
-⅓
|
1
|
0
|
0
|
0
|
25/3
|
0
|
0
|
|
-1/15
|
0
|
0
|
0
|
0
|
2/3
|
1
|
0
|
->Das Ganze
wird wiederholt, bis in der letzten Zeile keine negativen Koeffizienten mehr
stehen
Folglich wird als
nächstes x1 Basisvariable und u1 Nichtbasisvariable.
Das Ergebnistableau
hat dann folgende Gestalt:
|
x1
|
x2
|
u1
|
u2
|
u3
|
u4
|
G
|
Konstante
|
|
1
|
0
|
0,75
|
0
|
0
|
-6,25
|
0
|
37,5
|
|
0
|
0
|
-0,75
|
1
|
0
|
6,25
|
0
|
2,5
|
|
0
|
0
|
-0,25
|
0
|
1
|
-6,25
|
0
|
7,5
|
|
0
|
1
|
0,25
|
0
|
0
|
6,25
|
0
|
12,5
|
|
0
|
0
|
0,05
|
0
|
0
|
0,25
|
1
|
2,5
|
->jetzt
gibt es in der letzten Zeile keine negativen Koeffizienten mehr. Setzt man
jetzt die Nichtbasisvariablen 0, kann man die Lösung ablesen
->x1 = 37,5; x2=12,5; G=2,5 ->hier liegt das Maximum
Kontrolle durch
Einsetzen in die Restriktionsgleichungen.
Mehrdeutige Lösungen:
Wenn eine der
Nichtbasisvariablen in der Lösung 0 ist, gibt es unendlich viele Lösungen. Die
Lösungen können als Lösungen eines Gleichungssystems gesehen, dass entsteht,
wenn man nur die anderen Nichtbasisvariablen 0 setzt und dann das
Gleichungssystem aufschreibt.
1.2
Minimierungsproblem
- Die Variablen werden mit y statt mit x bezeichnet
- Zielfunktion = K(Y)
- Zeichnet man die Restriktionsbedingungen in ein Koordinatensystem
ein, so gehören alle Punkte oberhalb der Restriktionsbedingungen zur
Lösungsmenge
- Graphisches Minimum:
- Festlegung eines Niveaulinie für die Zielfunktion
- Einzeichnen dieser Niveaulinie
- Verschieben der Niveaulinie, bis sie den südlichsten Punkt der
Lösungsmenge erreicht hat
- Rechnerische Lösung:
- Die Koeffizientenmatrix der Restriktionen wird transponiert und
als neue Restriktionen aufgeschrieben
- Die Konstanten der neuen Restriktionen sind die Koeffizienten von
K(y)
- Die neue Zielfunktion ist G(x), wobei die Koeffizienten die
Konstanten der alten Restriktionen sind
->die neue Form wird dann nach der
Simplex-Methode aufgelöst. Die x-Variablen in der Lösung sind dann die
Schlupfvariablen des Minimierungsproblems (v). Die Schlupfvariablen der Lösung
sind dann die y-Variablen des Minimierungsproblems.
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