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Zufallsvariablen / Verteilungen Drucken
Mathematik - Wahrscheinlichkeitsrechnung
Beitragsinhalt
Zufallsvariablen / Verteilungen
Seite 2
 

1 Die Zufallsvariable und ihre Verteilungen

1.1 Der Begriff der Zufallsvariable

  • Als Zufallsvariable X wird eine Abbildung bezeichnet, die jedem möglichen Ereignis eines Zufallsvorganges eine reelle Zahl zuordnet.
  • -> Image
  • Rechnen mit der Zufallsvariable bietet sich an, wenn es sich um sehr viele Ereignisse handelt (Unfälle) oder die Zahl der Ereignisse nicht festlegbar ist (Wartezeit an der Kasse)
  • Jedes Ereignis läßt sich in eine reelle Zahl umwandeln (z.B. Kopf=1 und Zahl=0 beim Münzwurf)
  • Diskrete Zufallsvariable: Wertebereich ist endlich oder abzählbar (ganze Zahlen, z.B. Zahl der Unfälle)
  • Stetige Zufallsvariable: Wertebereich überabzählbar (reelle Zahlen, z.B. Wartezeit)
  • Nährungsweise stetig: große Geldbeträge, da es sich hier durch marginale Pfennigbeträge um sehr sehr viele Ereignisse handelt.

1.2 Wahrscheinlichkeitsverteilung für diskrete Variablen

1.2.1 Wahrscheinlichkeitsfunktion und Verteilungsfunktion

Wahrscheinlichkeitsfunktion:

image034.gif

Verteilungsfunktion:

Image

->F(2,5)=p0+p1+p2

 

Problem: Durch die Begrenzung der Beobachtungswerte können nicht alle möglichen Ereignisse erfasst werden. Daher sind diese Berechnungsmethoden nur näherungsweise.

1.2.2 Binomialverteilung der diskreten Zufallsvariable

Voraussetzungen:

  1. Die Wahrscheinlichkeit für jedes Ereignis ist gleich.
    -> Image
  2. Die Ereignisse sind stochastisch unabhängig

 

Beispiel:

Ein Händler erhält im Laufe eines Tages n Schecks. X ist die Zahl der ungedeckten Schecks unter den n erhaltenen.

Gesucht ist die Wahrscheinlichkeitsfunktion pk=P(X=k) mit k=0,1,2,...,n.

 

X=X1+X2+...+Xn

image037.gif

1.2.3 Hypergeometrische Verteilung diskreter Zufallsvariablen

Beispiel:

Gütekontrolle von CD-Rohlingen

Hersteller verspricht, dass sich in einer Packung à 100 Stk. max. 3 defekte Rohlinge befinden.

Abnehmer prüft n Stück aus einer Packung. X ist dabei die Zahl der defekten Rohlinge in der Stichprobe.

 

N=Umfang der Gesamtheit (Packungsinhalt)

M=Anzahl der defekten Einheiten in der Gesamtheit (Annahme: ungünstigster zulässiger Fall für den Hersteller, d.h. 3 Stück)

n=Stichprobenumfang

 

Image

 

Betrachtete Stichprobe: N=100; M=3 und n=10

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->Ergebnis: Sollte der Hersteller eine Probe mit 3 defekten Rohlingen haben, so sind Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Herstellerangaben zu stellen
->Die Toleranzgrenze, damit eine Angabe als realistisch erscheint, liegt bei 5%

 

Binominalverteilung: jedes Element wird nach Prüfung wieder in die Menge zurückgelegt

Hypergeometrische Verteilung: jedes Element wird nach der Prüfung nicht zurückgelegt

1.2.4 Poisson-Verteilung

->für Zufallsvariablen, für die kein Maximalwert feststellbar ist (z.B. Anzahl der Autounfälle, Zahl von Rohrbrüchen oder Anrufen)

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