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->Wertergebnis = Zinsüberschuß = Zinserträge – Zinsaufwendungen ->macht ca. 80% des Einkommens der Bank aus | Aktiva | Bilanz 2001 | Passiva | | Forderungen ggü. Kunden 1000 zu 7,5% 1200 zu 7% Forderungen ggü. Kreditinstituten 1000 zu 6% 1100 zu 5,5% Eigene Wertpapiere 1000 zu 5,5% 800 zu 5% Kasse + Bundesbank 100 zu 1,2% 100 zu 1,2% Beteiligungen 800 zu 4% 800 zu 5% BGA 100 zu 0% 100 zu 0% | Verbindlichkeiten ggü. Kunden 2800 zu 3% 3000 zu 2,8% Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 300 zu 4% 200 zu 3,5% Rückstellungen für Pensionen 100 zu 6% 140 zu 6% Rückstellungen für EWB 400 zu 0% 400 zu 0% Eigenkapital 200 zu 0% 260 zu 0% Vorsorge nach §340g HGB 200 zu 0% 200 zu 0% | | Summe 4000 4000 | Summe 4000 4000 |
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| ->die unteren Zahlenreihen geben die Werte einer Zwischenbilanz zum Februar 2002 an - Zinserträge 2001 = 1000*7,5% + 1000*6% + 1000*5,5% + 100*1,2% +800*4% = 223,20
- Zinsaufwand 2001 = 102
- Zinsüberschuß 2001 = 121,20
 - Zinsspanne für 2002: 3,1575% ->ein Anstieg der Zinsspanne
Zinsabweichungsanalyse - Zeitlicher und zwischenbetrieblicher Bilanzvergleich
- Fragen:
- Wie hat sich die Zinsspanne verändert?
- Welche Ursachen gibt es für diese Veränderung?
- Bestandsbedingte (strukturbedingte) Abweichung:
- bbA=(Bilanzanteilneu - Bilanzanteilalt) * Zinssatzneu
- Beispiel für Forderungen ggü. Kunden:
 - Diese Berechnung wird für jede Aktiv- und Passivposition gemacht, deren Zins ungleich 0 ist
- Interpretation ->durch die Bestandsveränderung allein ist ein Mehrertrag in Höhe von 0,35% der Bilanzsumme entstanden
- Allgemein:
- Positive bbA: Mehrertrag bei Aktivposten bzw. Mehraufwand bei Passivposten in Prozent der Bilanzsumme
- Negative bbA: Minderertrag bei Aktivposten bzw. Minderaufwand bei Passivposten in Prozent der Bilanzsumme
- Konditionsbedingte (zinsbedingte) Abweichung:
- kbA=(Zinssatzneu-Zinssatzalt)*Bilanzanteilneu
- Beispiel für Forderungen ggü. Kunden:
 - Diese Berechnung wird für jede Aktiv- und Passivposition gemacht, deren Zins ungleich 0 ist
- Interpretation ->durch die Konditionsveränderung allein ist ein Minderertrag in Höhe von 0,15% der Bilanzsumme entstanden
- Allgemeine Interpretation identisch mit bbA
Darstellung der konditions- und bestandsbedingten Abweichung | |  | - Da bei der Berechnung von kbA eigentlich zu viel errechnet wird, muß noch der obere gestrichelte Bereich noch abgezogen werden = Mischabweichung
- Mischabweichung:
 - keine Interpretation möglich
- zur Interpretation eignen sich gut die Summen der kbA der Aktiv- und Passivseite getrennt und gleiches für die bbA
Beispiel: - Zinspanne fällt von 2,042% auf 1,887% ->es sollen die Gründe gefunden werden
| | Summe der bbA | Summe der kbA | | Aktiva | 0,42% | -0,81% | | Passiva | -0,6% | -0,13% | - Interpretation der bbA:
- Die Aktiva haben sich stark erhöht und damit zu Ertragssteigerungen geführt
- Bei den Passiva hat sich der Aufwand um 0,6% der Bilanzsumme verringert
- ->durch die Bestände ist eine positive Entwicklung zu sehen
- Interpretation der kbA:
- Die Zinsen auf der Aktivseite, d.h. für Kredite sind um 0,81% gefallen, vermutlich im Rahmen einer allgemeinen Zinssenkung ->der Zinsertrag ist somit gefallen
- Die Zinsen für die Passivseite sind hingegen nur um nur 0,13% gesunken, d.h. der Zinsaufwand ist geringer gesunken als der Zinsertrag
- Somit sind zu hohe Einlagen- / Passivzinsen für die sinkende Zinsspanne verantwortlich
- Welchen Beitrag leistet ein Geschäft zum Wertergebnis?
- Prozentualer Wertbeitrag eines Geschäftes zum Wertergebnis = Marge
 - die Teilung durch 2 erfolgt, da der Ertrag auf ein Aktiv- und ein Passivprodukt aufgeteilt werden muß
Beispiel: - durchschn. Passivzins = 3,045%
- durchschn. Aktivzins = 4,933%
- Zinssatz von Forderungen gegen Kunden (Aktivgeschäft) = 7%
- Zinssatz von Verbindlichkeiten gegen Kunden (Passivgeschäft) = 3,4%
- Beitrag des Aktivgeschäfts =
 ->die durchschnittliche Marge der Forderungen ggü. Kunden beträgt 1,9755% - Beitrag des Passivgeschäfts =
 ->die durchschnittliche Marge der Verbindlichkeiten ggü. Kunden beträgt 0,7665% - Soll die Marge im Passivgeschäft mind. 0,5% betragen, löst man folgende Gleichung:
 | Vorteile | Nachteile | - Marge / Teilzinsspanne wird an der konkreten Verzinsung festgemacht
- Einlagen können an Kreditkonditionen partizipieren und umgekehrt
| - Mit jedem neuen Geschäft ändert sich der Durchschnittszins, d.h. man arbeitet immer mit unaktuellen Werten
- Teilzinspannen geben nur interne Grenzen für Margen und Konditionen wieder ->der Markt gibt jedoch die wahre Grenze vor
| · Poolmethode, da alle Aktivzinssätze und alle Passivzinssätze jeweils in einem durchschnittlichen Aktivzins und einem Passivzins gepoolt werden - Finanzierung nach Fristen
Beispiel: | | Durchschn. Aktivzins | Durchschn. Passivzins | | Kurzfristig (<1 Jahr) | 14% | 0,5% | | Mittelfristig (1-4 Jahre) | 12% | 3,5% | | Langfristig (>4 Jahre) | 8% | 5% | Margenberechnung anhand obiger Schichtenbilanz: KK-Kredit zu 12,5% ->Marge = (12,5-0,5)/2=6% Zertifikat 3J. zu 5% ->Marge = (12-5)/2=3,5% Realkredit 10J. zu 7% ->Marge = (7-5)/2=1% (klassische Kreditmarge) - Merkmale:
- Zinsertragsbilanz als Kalkulationsgrundlage
- Direkte Verknüpfung beider Bilanzseiten
- Informationen über den durchschnittlichen Zins einzelner Positionen müssen bekannt sein
- Vergangenheitsorientiert
- Pauschale Aufteilung der Zinsspanne 50:50 auf das Aktiv- und Passivgeschäft
- Nachteile:
- Finanzierungszusammenhänge lassen sich am einzelnen Geschäft nicht nachvollziehen ->Ist der KK-Kredit von Herrn X tatsächlich kurzfr. refinanziert?
- Die Kalkulation ist niemals aktuell
- Grenzen (durch den Markt) für die Kalkulationsentscheidungen fehlen
Traditionelle Verfahren erfüllen nicht die Anforderungen für entscheidungsorientierte Kalkulation & Vertriebssteuerung. ->Entscheidungsorientiert = DB-Rechnung ->Vorteilhaftigkeit einer Entscheidung ggü. einer Alternative ->diese Alternative ist in den traditionellen Methoden nicht vorgesehen |