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Bankjahresabschluss 1 Drucken
Buchführung / Bilanzierung - Bankjahresabschluss

1 Warum eine gesonderte Bankbuchführung?

  • Die Bilanz- & GuV-Gliederung der Industriebetriebe ist nicht geeignet, die Ertrags- und Finanzsituation einer Bank angemessen wiederzugeben, da in der Bank dem Geld als Produktionsfaktor und Absatzprodukt eine höhere Bedeutung zukommt
  • Kennzeichnend für die Bankbilanz sind die größeren Möglichkeiten zur Bildung stiller Reserven ggü. den Industriebetrieben

 

Gesonderte Regelungen für Kreditinstitute

Pro

Contra

  • Stille Reserven werden nur in geringem Ausmaß genutzt
  • Bewertungsspielräume glätten die Dividendenausschüttungen
  • Banken sind in größerem Ausmaß der Zinspolitik der EZB ausgesetzt als Industrieunternehmen ->ca. 2/3 der Aufwendungen der Banken sind somit exogen beeinflusst
  • Banken sind in höherem Ausmaß Bonitätsrisiken ausgesetzt
  • Glättungsmöglichkeiten für den Gewinn sind notwendig um den Einlagengebern (Sparern) das Gefühl eine konstanten Ergebnisentwicklung und somit der Sicherheit zu geben
  • Z.T. fehlende Auskunfts- / Erläuterungspflichten im Vergleich zu Industrieunternehmen stehen im Widerspruch zur Forderung der Banken nach mehr Informationen von ihren Kreditkunden
  • Die Möglichkeiten zur Bildung stiller Reserven im Bankjahresabschluß führen zu Verzerrungen und können vom tatsächlichen Ergebnisbild ablenken
    ->Managementfehler können gedeckt werden
  • Stille Reserven erschweren die Ermittlung des Wertes einer Bank
  • Durch weniger Informationspflichten sinkt der Informationsgehalt des Bankjahresabschluß

->Grundsätzlich sind die Pro-Argumente jedoch kritisch zu hinterfragen, da sie so auch für andere Wirtschaftszweige gelten, für die keine Sonderregelungen existieren

 

->Die Bedeutung dieser Regelungen wird mit der Einführung internationaler Bilanzierungstandards immer weiter sinken. In diesen ist die Bildung stiller Reserven nicht mehr verankert


 
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