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Bilanzanalyse 6 Drucken
Buchführung / Bilanzierung - Bilanzanalyse

1.1 Rentabilität

Bereinigter Jahresgewinn = Jahresüberschuß + außerordentliche Aufwendungen – außerordentliche Erträge (- kalkulatorischer Unternehmerlohn)

 

  • Kalkulatorischer Unternehmerlohn
    • Bei einem Geschäftsführer: Personalaufwand an Bank ->Aufwand
    • Bei Einzelunternehmen: Privatentnahme an Bank ->kein Aufwand
    • Um Vergleichbarkeit herzustellen, muß der Unternehmerlohn bei Personengesellschaften vom Gewinn abgezogen werden
    • Ermittlung: durchschn. Geschäftsführergehalt in dieser Branche
  • Außerordentliche Erträge / Aufwendungen
    ->sind nicht wiederholbar und spiegeln daher nicht die reale Ertragskraft des Unternehmens wieder

1.1.1 EK-Rentabilität

  • Image
  • Zielgröße: langfr. Zins für Bundespapiere + Risikozuschlag
  • Wichtig ist, dass die Rendite höher als die der Bundespapiere ist
  • Ist immer eine kurzfristige Betrachtung ->langfristige Beobachtung nötig, um besondere Effekte nicht zu stark einfließen zu lassen

1.1.2 GK-Rentabilität

  • Image
  • Gesamtkapitalrentabilität ist mit dem Leverage-Effekt verbunden
  • Leverage-Effekt ->durch Einsatz von Fremdkapital wird die Eigenkapitalrendite gesteigert
  • Die Gesamtkapitalrendite gibt den maximalen Zins an, der für neue Kredite gezahlt werden kann, damit der Leverage-Effekt funktioniert

1.1.3 Umsatzrentabilität

  • Image
  • gibt an, wie viel Gewinn auf 100€ Umsatz gemacht werden
  • gibt somit den Preisgestaltungsspielraum an
  • Beispiel:
    • Umsatzrendite = 17%
    • Damit hat das Unternehmen die Möglichkeit die Preise um bis zu 17% zu senken, ohne das es Probleme gibt

1.1.4 Kritik an den Rentabilitätskennziffern

  • Bezug zwischen Umsatz und Gewinn ist nicht immer gegeben, da der Gewinn auch aus Finanzgeschäften stammen kann
  • Basis für die EK-Rendite ist nicht exakt, da im EK vom 31.12. schon der Gewinn enthalten ist ->besser ist es daher das EK vom 01.01. zu nehmen
  • Aussagen über die Gesamtkapitalrendite lassen keine Prognose für die Zukunft zu

1.2 Cashflow-Kennzahlen

  • Grad der Selbstfinanzierung
  • Positiver Cashflow ->es wurde mehr erwirtschaftet, als ausgegeben wurde
  • Arten der Ermittlung:
    • Direkte Methode ->Cashflow = Einzahlungen – Auszahlungen
    • Indirekte Methode

Cashflow = Jahresüberschuß + Abschreibungen – Zuschreibungen + Bildung von Rückstellungen – Auflösung von Rückstellungen

  • Der Cashflow kann zur Ausschüttung, für Investitionen oder für den Kapitaldienst zukünftiger Kredite genutzt werden
  • Aussagekräftig wird der Cashflow in Bezug zu anderen Größen
  • Image->gibt an, wie viel Prozent aus dem Umsatz dem Unternehmen wirklich wieder zufließen (in Form von Einzahlungen)
    ->gibt den Betrag an, der pro 100€ an Cashflow erzeugt wird

 
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