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Buchführung / Bilanzierung -
Bilanzanalyse
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- Beurteilung der Zusammensetzung des Gesamtkapitals ->Beziehungen auf der Passivseite der Bilanz
- Wie hoch ist der Anteil der Eigen- bzw. Fremdkapitals
- Eigenkapital:
- Garantiefunktion / Haftungsfunktion
- Bei guten Unternehmen liegt die EK-Quote bei ca. 30%
- Innenfinanzierungspotential
- Stabilitätsfunktion, da dauerhaft
- Daher sollte der EK-Anteil möglichst hoch sein
- Es gibt jedoch keine optimale EK-Quote, da dies auch von Branchen bzw. Unternehmensstruktur abhängig sein kann
- ->Leasing-Problem: Firmen, die leasen, brauchen weniger Eigenkapital
- Eigenkapitalanteil gibt somit auch den Grad der finanziellen Unabhängigkeit an
- Fremdkapital:
- Abhängigkeit des Unternehmens von Kreditgebern
- Ermöglichung der Nutzung des Leverageeffekts ->Erhöhung der EK-Rentabilität durch FK-Einsatz
- Liquiditätsproblematik, da FK-Geber fristengerecht bedient werden müssen
- Dauerhafte Kapitalbelastung
- Unterscheidung zwischen langfristigem und kurzfristigem Fremdkapital
- Kurzfristiges Fremdkapital ist aufgrund der hohen Zinsen und der Liquiditätsbelastung und der nicht dauerhaften Verwendbarkeit kritisch
- Pensionsrückstellungen / Sonderposten mit Rücklageanteil
- Gehen je zu 50% in EK und FK ein
- Sonstige Rückstellungen: wenn nicht gegliedert ->50% langfr. Verbindlichkeiten und 50% kurzfristige Verbindlichkeiten
Vor- und Nachteile einer hohen EK-Quote | | Vorteile | Nachteile | - Kreditwürdigkeit
- Mehr Unabhängigkeit
- Weniger Zinsaufwand ->mehr Gewinn
- Bessere Liquidität durch geringeren Kapitaldienst
| - Keine optimale Anlage, wenn EK nicht hoch genug verzinst wird
- Persönliches Risiko, da EK= Haftungsgrundlage
- Zwang zur guten Verzinsung durch Verzinsungsanspruch der EK-Geber
| | EK = EK + ½ Sonderposten m. Rücklagenanteil + ½ Pensionsrückstellungen Langfr. FK = langfr. Verbindlichkeiten + ½ Pensionsrückstellungen Kurzfr. FK = kurzfr. Verb. (aus Lieferung & Leistung) +½ SoPo mit Rücklagenanteil+ Wechsel | - Problem ist beim Fremdkapital, dass nicht ersichtlich ist, inwiefern noch Kreditlinien zur Verfügung stehen
- Durch Stichtagsbezogenheit können die Quoten durch Bilanzpolitik verändert werden
| Kennzahlen der Kapitalstrukturanalyse | | Kennzahl | Berechnung | | Eigenkapitalanteil |  | | Fremdkapitalanteil |  | | Anteil des langfristigen Fremdkapitals |  | | Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals |  | - Analyse der Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens
- Die Liquiditätskennziffern sind jedoch mittlerweile weitgehend durch den Cashflow verdrängt
| Kennzahlen der Liquiditätsanalyse | | Kennzahl | Berechnung | | Liquidität 1. Grades (Barliquidität) ->keine feste Zielgröße (meist 50%) |  | | Liquidität 2. Grades ->100% als Zielgröße |  | | Liquidität 3. Grades ->200% als Zielgröße |  | - Die Liquidität 2. Grades ist am bedeutsamsten, da die Verbindlichkeiten nicht immer sofort, sondern mit Zahlungsziel fällig werden und somit ein Barbestand in voller Höhe nicht erforderlich ist
- Wertpapiere sind erst in der Liquidität 3. Grades enthalten
- Die Liquidität 3. Grades ist eigentlich nur für Handelsunternehmen mit Vorräten interessant, da diese ja auch zu einem kurzfristig späteren Zeitpunkt zu Rückflüssen führen
- Kritikpunkte der Liquiditätskennzahlen (hauptsächlich 2. Grad):
- Wertpapierproblematik ->Wertpapiere sind sehr liquide und tauchen erst im Liquiditätsgrad 3 auf
- Unsicherheit über Forderungseingänge
- Stichtagsbetrachtung & durch späte Bilanzerstellung sind die Zahlen veraltet
- Ermittlung der strategischen Liquidität
- Früher galt die Goldene Bilanzregel: EK/AV >1
- Heute ist es kaum möglich, dass Anlagevermögen komplett mit Eigenkapital zu finanzieren, so dass die Regel dahingehend modifiziert wurde, dass das Anlagevermögen langfristig finanziert sein muß
| Kennzahlen der Liquiditätsanalyse | | Kennzahl | Berechnung | | Anlagendeckungsgrad 1 ->keine feste Zielgröße |  | | Anlagendeckungsgrad 2 ->1 als Zielgröße |  | - Ziel ist die Fristenkongruenz, d.h. die Güter werden über die Länge ihrer Nutzungsdauer finanziert
- Ein Anlagendeckungsgrad, der deutlich über 1 liegt ist nicht unbedingt sehr vorteilhaft
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