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Bilanzanalyse 4 Drucken
Buchführung / Bilanzierung - Bilanzanalyse

1 Kennzahlen der Bilanzanalyse

Analysemöglichkeiten der Bilanz

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1.1 Vermögensstrukturanalyse

  • Betrachtung der Aktivseite
  • Vergleich von Anlage- und Umlaufvermögen sowie deren Einzelpositionen
  • Vor der Struktur müssen

1.1.1 Anlageintensität und Umlaufintensität

Anlageintensität

Umlaufintensität

Anteil des AV am Gesamtvermögen

=Image

Anteil des UV am Gesamtvermögen

=Image

 

Argumente für und gegen eine hohe Anlagenintensität

Pro

Contra

  • Gute Kreditsicherheit (kommt auf Objekt und Verkehrswert an)
  • Eventuell stille Reserven
  • Unabhängigkeit, da Eigentum
  • Hohe Fixkosten ->Kosten der Bereitstellung
  • Schwere Verwertungsmöglichkeit ->Liquidation u.U. problematisch
  • Geringere Flexibilität
  • Hohe Kapitalbindung (Kosten)

->Ziel ist eine geringe Anlagenintensität

->durch Leasing kann die Anlagenintensität senken

1.1.2 Ausnutzungsgrad von Sachanlagen

  • Ausnutzungsgrad=Image

· Gesamtleistung = Umsatzerlöse + Bestandsveränderung + aktivierte Eigenleistungen + sonstige betriebliche Erlöse

· Es wird die Kapazitätsauslastung abgebildet, d.h. für den Handel schlecht anwendbar

· Ziel: sollte möglichst groß sein

· Probleme:

    • Durch Abschreibungen sinkt das Anlagevermögen und die Quote steigt ->mit älter werdenden Maschinen steigt die Auslastung
    • Geringe Auslastung kann auch neue Maschinen bedeuten
    • Leasing-Problem auch hier, da dadurch der Ausnutzungsgrad steigt
    • Es werden die gesamten Sachanlagen und nicht nur das betriebsnotwendige Vermögen verwendet
  • Bei den Sachanlagen kann zur besseren Vergleichbarkeit auch der Wert der Herstellungskosten aus dem Anlagenspiegel genommen werden
  • Problematische Kennzahl, die jedoch für den internen Gebrauch nützlich ist

1.1.3 Abschreibungskennziffern

  • Image
  • die Werte können dem Anlagenspiegel entnommen werden
  • je kleiner der Wert, desto moderner sind die Anlagen
  • einen Wert > 1 sollte man vermeiden
  • Image
  • Werte ebenfalls im Anlagenspiegel
  • Gibt den Anlagenabnutzungsgrad für das aktuelle Jahr an
  • Image
  • gibt an, wie viel Prozent des Umsatz für Abschreibungen aufgewendet werden

1.1.4 Wachstumsquote

  • Image
  • Bruttoinvestitionen = alle Investitionen
  • Nettoinvestitionen = Neuanschaffungen
  • Bruttoinvestitionen – Nettoinvestitionen = Investitionen durch Austausch

1.1.5 Vorratsquote und Lagerkennziffern

  • Image
  • stark branchenabhängige Kennzahl
  • Dienstleister haben meist eine sehr geringe Quote, da eine Vorratsproduktion kaum möglich ist
  • Je kleiner der Wert, desto besser ->Just-in-Time-Konzept
  • Vorräte können jedoch auch positiv sein, wenn sie z.B. billig eingekauft wurden
  • Image
  • Image
  • durchschnittlicher Lagerbestand=
    (Endbestand aus Vorjahr + Endbestand aktuelles Jahr)/2
  • Image
  • Lagerumschlag sollte möglichst hoch und die Lagerdauer möglichst niedrig sein, da dies eine nur kurze Kapitalbindung ermöglicht
  • Image->je geringer umso besser

1.1.6 Kennzahlen zum Forderungsbestand

  • Image
  • Haupttendenz: Sollte möglichst niedrig sein, um wenig Außenstände und somit ein geringes Ausfallrisiko zu haben
  • Ist jedoch auch ein Wachstumsindikator
  • Durch die Bewertung am Jahresende, sind die angegebenen Forderungen relativ sicher
  • Zunahme der Forderungsquote, solange der prozentuale Anstieg kleiner ist, als der prozentuale Umsatzanstieg
  • Interpretationsproblem: Factoring kann zu Verzerrungen führen
  • Image
  • Debitorenlaufzeit gibt die Zahlungsziele der Kunden in % des Jahres an ->je kleiner, desto besser
  • Durchschnittlicher Forderungsbestand = Mittel aus Vorjahresendwert und aktuellem Endwert

1.1.7 Anteil an flüssigen Mitteln

  • sehr branchenabhängig
  • liquide Mittel = Kasse + Bankguthaben
  • sollte so klein wie möglich und so hoch wie nötig sein
  • ->sehr statische Größe (Problem)

 
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