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Grundlagen Buchführung 2-4 Drucken
Buchführung / Bilanzierung - Grundlagen der Buchführung 2

1         Buchung von Effektengeschäften

  • Unterteilung der Wertpapiere in
    • Dividendenpapiere ->Aktien und Investmentfonds
    • Zinspapiere ->Anleihen, Bundesschatzbriefe
  • Wertpapiergeschäfte werden in der Finanzbuchhaltung zugeordnet
  • Mögliche Zuordnung:
    • Anlagevermögen (AV)->langfristige Beteiligungen an anderen Firmen
    • Umlaufvermögen (UV)->kurz- bis mittelfristige Anlage/ Liquiditätsreserve

1.1      Kauf von Aktien

  • Anschaffungskosten = Kaufkurs* Stückzahl + Nebenkosten
  • Buchung auf das Konto „Wepa des UV“
  • Buchungssatz: Wepa des UV  an Bank

1.2      Verkauf von Aktien

  • Ermittlung des Anschaffungspreis (Kaufkurs*Stückzahl + Nebenkosten)
  • Ermittlung des Verkaufspreises (aktueller Kurs*Stückzahl –Nebenkosten)
  • Positive Differenz wird auf das Ertragskonto „Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren“ gebucht
  • negative Differenz wird auf das Aufwandskonto „Verlust durch den Abgang von Wertpapieren“ gebucht
  • Buchungssatz bei Gewinn
    • Bank (Verkaufspreis) an Wepa des UV (Anschaffungspreis) und Erträge aus dem Abgang von Wepa (Differenz Verkaufspreis und Anschaffungspreis)
  • Buchungssatz bei Verlust
    • Bank (Verkaufspreis) und Verluste durch den Abgang von Wepa (Differenz Verkaufspreis und Anschaffungspreis) an Wepa des UV (Anschaffungspreis)

1.3      Bewertung von Wertpapieren zum 31.12.

  • Bewertung nach dem Niederstwertprinzip, dass heißt, maximal mit den Anschaffungskosten
  • Anschaffungskosten > Kurswert ->Kurswert geht in die Bilanz
  • Anschaffungskosten < Kurswert ->Anschaffungskosten in die Bilanz
  • Kurswert =Kurs + Nebenkosten/Provision
  • Buchungssätze am 31.12.:
    • SBK an Wertpapiere des UV
    • Ist der Kurswert geringer als die Anschaffungskosten, muss abgeschrieben werden:
      Abschreibungen auf Wertpapiere an Wertpapiere des Umlaufvermögen
      Verlust = Anschaffungskosten – (Kurswert+Nebenkosten)
  • Grundsatz der Vorsicht:
    • Nicht realisierte Gewinne dürfen nicht bei der Bilanzierung berücksichtigt werden ->keine Erfolgswirksamkeit
    • Nicht realisierte Verluste müssen dagegen bei der Bilanzierung berücksichtigt werden ->Erfolgswirksamkeit
    • =Imparitätsprinzip (Ungleichprinzip)
  • Steigt der Kurswert im neuen Jahr nach Abschreibung im alten Jahr:
    • 2 Möglichkeiten:
      • Bilanzansatz des Vorjahres kann beibehalten werden
        Buchung: SBK an Wertpapiere des UV
      • Ansetzung des gestiegenen Kurswertes maximal bis zu den Anschaffungskosten ->Zuschreibung
        Buchungen:
        SBK an Wertpapiere des UV
        Wertpapiere des UV
        an Erträge aus Zuführung von Wertpapieren

1.4      Kauf und Verkauf von festverzinslichen Wertpapieren

  • Sind mit den Anschaffungskosten zu aktivieren
  • Bewertung zum 31.12. analog zu Aktien
  • Kauf:
    • Anschaffungskosten = Kurswert + Nebenkosten
    • Bankbelastung = Anschaffungskosten + Stückzinsen
    • Buchungssatz:
      • Wertpapiere des UV (Anschaffungskosten) und Zinsaufwendungen (Stückzinsen) an Bank (Bankbelastung)
  • Verkauf:
    • Erlös = Kurswert – Nebenkosten
    • Bankgutschrift = Erlös + Stückzinsen
    • Gewinn = Erlös - Anschaffungskosten
    • Buchung bei Gewinn:
      • Bank an Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren (Gewinn) und Wertpapiere des UV (Anschaffungskosten) und Zinserträge (Stückzinsen)
 
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